Karel Hynek Mácha
Versuche des Ignaz Mácha
Znìní tohoto textu vychází z díla Básnì. Máj. Zlomky. Dopisy. Deník tak, jak bylo vydáno v nakladatelství Laichter v roce 1907 (MÁCHA, Karel Hynek. Básnì. Máj. Zlomky. Dopisy. Deník. Autor úvodu Arne Novák ; k vydání upravil Jaroslav Vlèek. Praha: Laichter; 1907. 350 s.).
Další elektronické texty naleznete online na www stránkách Mìstské knihovny v Praze: http://www.e-knihovna.cz.
Verze 1.0 z 1. 10. 2010
O hört, des Tales Söhne,
O hört es lieblich klingen!
Lasst Aeols Harfentöne
Zu Eurem Ohre dringen!
Die lieblich schmelzend klagen,
Und doch nur leise sagen:
„Glaube!“
Horcht, wie in blauer Ferne
So froh die Töne zittern,
Dass sie selbst alle Sterne
Mit süszer Lust erschüttern.
Lasst uns der Stimme fröhnen,
Die zärtlich so kann tönen:
„Hoffe!“
Wie sich die Stürme wälzen,
Wie Nachtigallen klagen,
Und dann in eins verschmelzen,
Kein Sterblicher kann’s sagen;
Wie sich die Töne brechen
Und leise klagend sprechen:
„Liebe!“
Mit Wehmut tönt’s hernieder,
Dass selbst die ewig reinen,
Durch Aeolsharfenlieder
Bewegten Engel weinen;
So noch kein Mensch gehöret,
Wie jene Stimme lehret:
„Traue!“
Durch dieses traurige Erdenleben
Wallt kein Sterblicher allein;
Er kann sich in dem dunkeln Weben
Stets eines trauen Führers freun;
Denn kaum erhebt er sich vom Staube
So führet ihn ein heilger Glaube.
Und hat ihn Alles auch verlassen,
Wenn ihm zerbrach des Glückes Stab,
Wenn ihn dann selbst die Freunde hassen,
Wenn ihm nichts bleibt, als nur das Grab,
So kann er ruhig um sich schauen,
Ihn stützen Hoffnung und Vertrauen.
Und kömmt er dann mit schnellem Schritte
Bis in des Mannes Jahr hinauf,
So nahet ihm auch schon der Dritte,
Der Führer in dem Lebenslauf;
Und froh kann er durch’s Leben schreiten,
Ihn wird die Lieb‘ zum Ziele leiten.
Entfliehen seines Lebens Tage,
Wenn ihn die Stimme Gottes ruft,
Und schlummert er im Sarkophage,
Versenket in die dunkle Gruft,
Verweset jede Erdengabe,
Entfliehn sie ihm auch nicht im Grabe.
Alles athmet Freude,
Und im Rosenkleide
Lächelt die Natur.
Freude murmeln Bäche,
Freude spricht die Fläche
Einer jeden buntbekränzten Flur.
Auf den grünen Matten,
In der Bäume Schatten
Tönt der Vögel Chor;
Und zum Himmelsbogen
Näher aufgeflogen
Jubeln andre zu dem Herrn empor.
In dem frohen Drange
Zieht im Jubelsange
Ein erhabner Schwan,
Durch des glänzend hellen
Teiches laute Wellen
Fröhlich segelnd auf der Silberbahn.
Freudig in den Winden
Säuseln hohe Linden,
Von dem Laub bekränzt.
Alles lebt in Wonne,
Und von goldner Sonne
Jedes hohen Berges Gipfel glänzt.
In des Tales Gründen
Und in Felsenschlünden
Hallt des Schäfers Lied;
Unter seiner Herde
Ruht er auf der Erde,
Von dem Klettern auf den Bergen müd.
Bei der kleinen Hütte
In der Kinder Mitte
Ruht ein froher Greis.
Holde Enkel schlieszen
Zu des Greises Füszen
fröhlich spielend einen dichten Kreis.
Freude herrscht in Feldern,
Freude tront in Wäldern,
Freude winkt im Hain;
Und blosz Freudenlieder
Hallt der Felsen wieder,
Ales schlieszt ein Freudentempel ein.
Nur in meinem Herzen
Wüten wilde Schmerzen,
Mich nur flieht die Ruh‘ –;
Und von meinen Sundej
Werd‘ ich nie gesunden,
Bis im Tode fällt das Auge zu.
Wo im Tal im grünen Haine
Aus der dunkeln Kluft
Bei des Mondes düsterm Scheine
Dumpf der Uhu ruft,
Steht ein Kreuz aus grauem Steine
Niedrig nur gebaut,
Steht es schaurig ganz alleine,
Dass dem Wand’rer graut.
Da stand in des Tales Mitte,
Niedrig nur und klein,
Eine strohbedeckte Hütte
Einsam und allein.
Seitwärts stand ein kleiner Garten
Voll und früchtenreich,
Rings umgeben von dem zarten
Grünenden Gesträuch.
Sanft unter dem Hüttenfenster
Durch den Blumenschosz
Rieselte ein Bächlein, das sich
In den See ergoss,
Der am End‘ des Haines strahlte,
Wenn des Abends Glut
Golden bald, bald rötlich malte
Seine stille Flut.
Rechter Hand war die Kapelle
An den Fels gelehnt,
Deren kleines Glöckchen helle
Im Tal wiedertönt.
Täglich tönten Lobgesänge
Kleiner Vögelein
Auf zum blauen Himmelsbogen
Durch den grünen Hain.
Tief im düstern Hintergrund, von
Rosen rings umkränzt,
War ein moosbedeckter Hügel,
Wo ein Kreuz erglänzt.
Traurig senkten die Cypressen
Über dies ihr Haupt,
Selbst, wenn in dem grauen Winter
Ihres Schmucks beraubt
Alle Bäume trauernd schlafen,
Trauernd ruht die Flur,
Und in düst’res Grau gehüllet
Feiert die Natur.
Und wenn aus dem lichten Haine
Alle Vögel fliehn,
Kränzt der Eremit das Kreuz dort
Stets mit Immergrün.
Ihn zwang sein trauriges Schicksal
Und sein eisern‘ Los,
Hier im stillen Hain zu wohnen
In des Tales Schosz,
Einsam unbekannt zu leben,
Einsam untergehn,
Einsam in dem Grab zu ruhen,
Bis auf jenen Höhn
In den lichten Himmelsräumen
Wir uns wiedersehn,
Bis uns die Posaune rufet,
Und wir auferstehn.
Wo im Tal im grünen Haine
Aus der dunkeln Kluft
Bei des Mondes düsterm Scheine
Dumpf der Uhu ruft,
Steht ein Kreuz aus grauem Steine,
Niedrig nur gebaut,
Steht es schaurig ganz alleine,
dass dem Wandrer graut.
Da stand in des Tales Mitte,
Niedrig nur und klein,
Eine strohbedeckte Hütte
Einsam und allein.
Seitwärts stand ein kleiner Garten
Voll und fruchtenreich,
Rings umgeben von dem dichten
Grünenden Gesträuch.
Sanft unter dem Hüttenfenster
Durch der Blumen Schosz
Rieselte ein Bächlein, das sich
In den See ergoss,
Der am End‘ des Haines strahlte,
Wenn des Abends Glut
Golden bald, bald rötlich malte
Seine stille Flut.
Rechter Hand war die Kapelle
An den Fels gelehnt,
Deren silberhelles Glöckchen
Im Tal wiedertönt!
Hier in seiner stillen Klause
Wohnt‘ ein Eremit,
Dessen Herz von Gram zerrissen
Herbe Peinen litt.
Lange lebt er hier so, lange
Hat er hier geweint,
Weil der Liebe stilles Glück ihm
Seine Gunst verneint.
Lange strebt er zu vergessen,
Dass er einsam sei,
Dass sein Liebchen ihn verbannet
Zur Einsiedelei.
Lange lebt er, nur den Köhlern
In dem Hain bekannt, –
Wollte nie die Welt netrefen
In dem Buszgewand.
In der Welt war er ein Fremdling,
Hass der Städte Glanz,
Liebte nichts als seine Schmerzen
Und den Rosenkranz.
Täglich tönte der Kapelle
Glöckchen durch das Tal
Früh und in der Mittagsstunde,
Wenn es rief zum Mahl.
Und wenn von des Feldes Arbeit
Bei dem Abendstrahl
Kehrt der Landmann zu der Hütte,
Tönt’s zum drittenmal.
Wenn er früh in der Kapelle
Sein Gebet vollbracht,
Arbeitet er in dem Garten,
Bis der Mittag lacht.
Betet wieder bis zum Abend,
Betet stundenlang,
Bis die Sonne hinter Bergen
In das Meer versank.
Öfters, wenn die Vögel schwiegen,
Blosz der Uhu wacht,
Und der Mond heraufgestiegen
In der Mitternacht,
Tönte durch der Bäume Wipfel
Leiser Harfenklang,
Schwach begleitet von des greisen
Siedlers Klaggesang.
„Lass mich, Herr, lass mich vergehen,
Nimm mich hin zu dir;
Was soll ich auf dieser Erde?
Was soll ich noch hier?
Lass, dass mir der blasse Lethe
Schlieszt das Auge zu,
Dass ich in dem Grabe finde
Die verlorne Ruh.“
„Dass ich sie dort wiedersehe,
Die ich hier verlor,
Die ich ewig, ewig liebe,
Die mein Herz erkor.
Die ich nimmer kann vergessen,
Die hier immer lebt,
Deren Bild mich selbst in Schlafe –
In dem Traum umschwebt.“
So lebt er durch sechzig Jahre
In dem stillen Hain,
War in seinem holden Tale
Immer nur allein.
Doch einst tönt‘ schon durch drei Tage
Das Glöckchen nicht mehr,
Umsonst suchen ihn die Köhler,
Seine Hütt‘ ist leer.
Doch er liegt in der Kapelle
An des Altars Rand,
Seine Harfe fest noch haltend
In der toten Hand.
Die Kapelle ist versunken,
Seine Hütt‘ brann ab,
Nichts ist mehr übrig geblieben
Als des Siedlers Grab.
Darum, wo im grünen Haine
Aus der dunkeln Kluft
Bei des Mondes düsterm Scheine
Dumpf der Uhu ruft,
Steht ein Kreuz von grauem Steine
Niedrig nur gebaut,
Steht es schaurig ganz alleine,
dass dem Wandrer graut.
Wer steht dort an des Schiffes Rand
Sich seiner Grösse stolz bewusst?
Er ist nach Westen hingewandt,
Dort scheint zu liegen seine Lust.
Man sieht’s ihm an, dass ihn sein Geist
Zum fernen Ziele wirbelnd reiszt.
Columbus ist’s, der stolze Held,
Des grausen Zufalls stolzes Spiel,
Er schifft nach einer neuen Welt;
Doch ferne lieget noch sein Ziel.
Drum starret unverwandt und fest
Sein Auge hin zum fernen West!
Er stehet an des Schiffes Rand,
Wie nur die Morgensonne blinkt,
Bis sie vom blauen Bogen schwand,
Bis sie im tiefen Meer versinkt
Und immer gieszet ihre Glut,
In seinen Busen neuen Mut.
Er schiffet auf dem Meere lang‘,
Es flössen hin der Tage viel,
Und den Gefährten wird schon bang,
Sie finden nie und nie ihr Ziel,
Sie wenden ihren bangen Blick
Zum fernen Vaterland zurück.
Sie stürmen auf den Feldherrn ein:
– „Führ‘ uns zum Vaterland zurück,
Wir wollen dich dem Tode weihn,
Wenn du’s nicht tust im Augenblick!
Dich treffe unsre Rache schwer,
Dass du uns zogst ins ferne Meer.
Sind wir darum von unsern Höhn
Aus unserm lieben Vaterland,
Um hier im Meer zu untergehn,
Gereist zu einem fernen Strand?“
Sie wollen in der blinden Wut
Ihn schleudern in die Meeresflut.
Columbus aber, immer grosz,
Zum Tross sich wendend also spricht:
„Sei auch so schrecklich noch mein Los,
Ich zitt’re vor dem Tode nicht.
Doch gönnet mir drei Tage Frist,
Und wenn dann all‘ verloren ist,
So schleudert mich zur Meeresflut,
Werft mich zum grausen Schlund herab
Und sättigt also eure Wut.
Doch wisst, ihr stürzt mit mir ins Grab,
Und schrecklich ist dann eu’r Geschick,
Denn Niemand führet euch zurück.“
Sie gehen ruhig zwar davon,
Doch immer kocht noch ihre Wut,
Mann hört sie noch dem Feldherrn dröhn,
Sie fordern immer noch sein Blut
Und warten, bis die kurze Frist
Am dritten Tag verflossen ist.
Columbus aber, zwar ein Held,
Fühlt sich durch dieses schwer gekränkt,
Er betet zu dem Herrn der Welt,
Der aller Menschen Schicksal lenkt.
„O Herr,“ spricht er, „Du nur allein
Kannst nun mein Schild, mein Retter sein.
Aus meinem stolzen Vaterland
Verstiesz man mich, ich eile fort
Und komme an Spaniens Strand;
Ich steig ans Land, aber auch dort
Verfolgt man mich, auch dort verhasst
Ist jedem dieser neue Gast.
Ich reise nun ins weite Meer,
Ich will entdecken neues Land,
Aber auch hier drückt sie mir schwer,
Auch hier quält mich des Schicksals Hand;
Darum errette mich, mein Gott!“
Er geht nun an des Schiffes Rand,
Er blicket in die weite Fern,
Er ist nach Westen hingewandt,
Doch ihm erscheint kein Hoffnungsstern.
Und wie er fleht zum Herrn des Lichts,
Und wie er sucht, er findet – Nichts
In dieser neuen, groszen Not.
So flössen schon zwei Tage hin,
Und immer sieht man nirgends Land;
Wie auch die Schiffe schnelle fliehn,
Entdeckt er nirgends einen Strand;
Und immer starrt sein Auge fest
Und unverwandt zum fernen West.
Jetzt bricht die zweite Nacht heran,
Sie bricht heran, und mancher Stern
Beleuchtet hell die glatte Bahn
Des Meeres, und in weiter Fern‘
Erglänzt der Mond im blassen Licht,
Doch Hoffnung scheint noch immer nicht.
Jetzt tobt des Orkans wilde Macht,
Man höret, wie der Sturmwind saust,
Es herrschet grause, finstre Nacht,
Das Meer in weiter Fern‘ erbraust.
Es eilet immer schnell und schnell
Vom Wind gepeitscht die Meereswell’.
„Herr,“ spricht Columbus, „ists dein Will‘,
So lass‘ im Meer uns untergehn.“
Doch nach und nach wirds wieder still,
Man hört die Winde nicht mehr wehn,
Der Mond allein noch unbesiegt
Durch die zerrissnen Wolken blickt.
„Du Vater, der im Himmel tronst,“
Also Columbus betend spricht,
„Der jeden Guten ewig lohnst,
Du wünschest mein Verderben nicht,
Du sorgest für den Wurm im Staube,
Darum steht fest auf Dich mein Glaube.
Du, den man nur mit Ehrfurcht denkt,
Du, der gezählet jedes Haar,
Du hast den grausen Sturm gelenkt,
Mich hast entrissen der Gefahr;
Auf Dich, Du ewig groszer Gott,
Auf Dich vertrau‘ ich bis zum Tod.
Des Mondes, der durch Volken flieht,
Es saget mir sein blasses Licht,
Wenn Dir des Lebens Funk verglüht,
So bau‘ auf Gott und wanke nicht,
Und denk‘, es schützt dich seine Macht
An jedem Tag, in jeder Nacht.“
So ging auch diese Nacht vorbei,
Und immer mehrt sich seine Qual,
Es nahet schon der Tag herbei,
Im Osten glänzt der Sonne Strahl.
Sie lächelt, ihr Gesicht so hold,
Das ganze Meer scheint rötlich‘ Gold.
Da stürmet nun die Rotte ein,
Nur Tod droht ihm ihr wilder Blick,
Sie wollen ihn dem Meere weihn,
Weil er gespielt mit ihrem Glück.
Es lag vor seinem Auge klar
Des Todes schreckliche Gefahr.
Sie ziehn ihn an des Schiffes Rand,
Sie greifen ihren Feldherrn an,
Da tönt es von dem Mastkorb: „Land!“
„Land“ wiederhallt der Ozean.
Und wie man nun das Land erschaut,
Da preisen sie den Feldherrn laut.
Doch dieser eilt im schnellen Lauf
Zum Mastkorb. Und der Held, er Seiny
Vor Freud! Da steigt die Sonne auf,
Die diese Gruppe hell bescheint.
Und unter freud’gein Rufen „Land!“
Erreichen sie den fremden Strand.
Omnium,
Versatur urna scrius ocius
Sors exitura.
Hor.
Lass, Herr! lange noch mich auf dieser Erde
Weilen, fliehet mir nicht so schnell, ihr Hören,
Und du rausche mir nicht so schnell im Umschwung,
Urne der Zeiten.
Und du, Parze, die meines Lebens Faden
Spinnet, spinne noch lange, webe Freuden,
Webe Rosen mir ein und streu‘ sie auf die
Wege des Lebens!
Ach oft streutest du Dornen mir am Wege,
Führtest mich an der Schwermut Schauerschlünde,
Führtest mich oft zum Grabgedanken und zum
Wünschen des Todes.
Und du, Klotho, die meines Lebens Herrin
Meinen Faden entzwei’st, lass mich noch lange
Hier auf Erden, die ich wie Mutter liebe,
Lange noch wallen.
Zwar dann, wenn ich gestorben, ruft die Stunde,
Welche mich zu dem Tod rief, auch zum Frieden,
Und verspricht mich dann hinzuführen, hin nach
Edens Gefilden.
Aber nein, auch die Erde hat noch Freuden,
Die wir dankbar genieszen sollen, darum,
Darum wünsch ich mir hier in Herthas Schosze
Lange zu leben.
Und wenn einst mich die Allmacht von hier rufet
Und zur Pforte des Todes führet, o dann
Lass du, Hertha! mich ruhig in dem stillen
Schosze dir ruhen.
Bleich hängt der Mond dort überm Eichenhaine;
In tiefer Ruhe feiert die Natur.
Und von dem Sternenlicht im Mondenscheine
Erglänzet silbern rings die stille Flur.
Und leiser rauscht im Mondenschein so helle
Des kleinen Baches Welle.
Des Tages laute Stimmen sind verklungen,
Verklungen ist der kleinen Sänger Chor,
Die durch den Wald den ganzen Tag gesungen;
Und düster schwebt’s fast wie ein Trauerflor
Dort um den Berg; der hebt sein Haupt so blech
Fast bis zum Sternenreich.
Hier sitze ich in deinen morschen Hallen,
Du längst zerstörtes, längst verfall’nes Schloss!
Du sähest wohl einst grosze Helden Allen
In deinen Mauern; und der Knappen Tross
Ergötzte sich in dir beim vollen Becherklang
Mit Spielen und Gesang!
Du sähest wohl auch tapfre Ritter ziehen,
Die arm, doch stark und ohne eignen Herd!
Du sähest sie nur für das Rechte glühen,
Nur für das Gute ziehn ihr wackres Schwert!
Du hörtest es, wie sie vom Kampfe müd
Ergötzt‘ des Sängers Lied!
So war es einst in diener Berge Kreisen,
Du Böhmerland! Doch jene schöne Zeit
Ist nun dahin. Wie sanfte Harfenweisen
Ist sie verklungen! Nimmemehr Ernest
Die Zeit sich wieder! Nimmer kehrt zurück,
Mein heimisch Land, dein Glück!
Zu jener Zeit ward auch ein Mann geschätzet
Und damals galt noch eines Mannes Wort.
Die Schwüre wurden nicht so leicht verletzet,
Wie jetzt: entheiligt war kein heil’ger Ort.
Betrug war nur dem Worte nach bekannt,
Die Lüge war verbant.
Dort, wo verschlungen Dorn und Disteln trauern,
Dort, wo die Eul mit dumpfem Rufe klagt,
Da wandelten durch euch, ihr stolzen Mauern,
Der Böhmen Herrscher, und wo höher ragt
Die Mauer, da sah’n sie von hoher Zinn‘
In ihre Länder hin.
Was ist das Leben dieser Erden?
Was ist alle ihre Lust?
Dass Menschen Staub und Asche werden?
Ihrer Sterblichkeit bewusst,
Selbst das Zeugnis immer geben,
Kein Mensch werde ewig leben?
Wozu ist die Rose, die Nelke?
Um immer nur zu blühen?
Nein! sie ist, dass sie auch einst welke,
Wenn ihre Kräfte fliehen.
So auch der Mensch muss sinken,
Wenn höh’re Mächte winken.
Und wenn dann ihre Stimme schallet,
Und das Blut, so siedend heisz,
Das in den Adern niederwallet,
Erstarrt zum stockenden Eis,
So fällt schnell die Blüte ab
und versinkt ins dunkle Grab.
Fröhlich durch die Tannenheine,
Fröhlich durch den düstern Wald
Irre ich im Mondenscheine,
Wenn des Uhu Ruf erschallt.
Und von grünbelaubten Zweigen
Seh ich Geister bleich und grau
Sich zu mir herniederneigen –
Spiegeln in des Waldbachsblau.
Jahre sind dahin geflossen,
Wandern muss ich sonder Rast,
Von den Menschen ausgestoszen,
Von den Brüdern selbst verhasst,
Auf mir unbekannten Webem
Irre ich stets heimatlos,
Bis sie einmal niederlegen
Mich in Mutter Herthas Schosz.
Die Nebel der Nacht nun schnell entschweben
Und die Sterne weichen.
Aurora bringt uns ein neues Leben,
Und auf strahlend reichen
Prächtig schimmernden Wogen
Kömmt Phöbus angezogen.
Der junge Tag aus den Wolken schreitet,
Die Pforte reiszt er auf.
Und über die Seen ausgebreitet,
Aurora ihren Lauf
Von Os nach Westen wendet.
(Wie bald hat sie vollendet!)
Von der Sonne die Berge erglänzen.
Die Sänger erwachen
Und die heimischen Bäume umkränzen.
Die Naturen lachen
Dem Menschen froh entgegen,
Des Unnennbaren Segen.
Sieh des Todes blasses Bild,
Ja es lächelt dir so mild.
Warum fliehst du seinen Blick?
Er verheiszt dir nahes Glück.
Fürchtest du dich vor der Wiege,
Weil im Schlaf man stets dort liege?
Scheu‘ sie nicht, du wirst erstehn,
Jeder muss ja schlafen gehn.
Fürchtest du den Grabesstein?
Scheust du moderndes Gebein,
Das nur in der Mitternacht
Zu dem Leben neu erwacht?
O Muse, die ich über alles liebe,
Erfülle meines Herzens tiefsten Drang,
Erhelle meiner Seele dunkle Triebe,
Begeistre mich zu meinem Klaggesang,
Lass meiner Harfe Saiten düster tönen,
Du, Echo, schall‘! Der Harfe Klänge nach
Enthüll‘ des wunden Herzens leises Sehnen,
Das unterm Schmerz der bittern Trennung brach.
Ich wohne nun auf einer dunklen Höhe,
Wo Tod nur herrscht und keine Blume sprosst,
Wie sehr ich auch die strengen Mächte flehe,
Erhebt den Busen mir kein leiser Trost.
Zum Strom des Nichts seh ich die Tage ziehen,
Und meines Lebens Blume blühet ab;
Ich sehe schnell die süszen Freuden fliehen,
Und meine Hoffnung bleibt ein stilles Grab.
Dort glänzt kein Stern über den kahlen Steinen,
Der dich zu mir und mich zu dir hinruft;
Auf dieser Welt wird uns nichts mehr vereinen,
Und endlich selbst entzweiet uns die Gruft.
Ich weisz von nichts auf diesen Erdenhöhen,
Ich kenne nichts, was mancher Sel’ge preist;
Ich hoffe nur auf jenes Auferstehen,
Dort, wo zum Geist flieht der verwandte Geist.
Was blinkt dort, vom schaurigen Glänze des Mondes beleuchtet
Wie um Mitternacht, oben ein glänzender Stern?
Sehnend mich, dieses zu sehen, komme ich eklog hernieder.
Ach! es ist (schauriges Bild!) Freundes, des neuesten, Grab.
Oben am Gipfel desselben glänzet ein Kreuz stark vergoldet,
An dessen Spitze das Licht des stillen Mondes sich bricht!
Traurig blicken herab Cypressen, die ich gepflanzet,
Scheinen zu sagen mir, hier ruhet begraben ein Herz,
Das dich eben so stark, wie wenige lieben, geliebet,
Das, da sein Auge ihm brach, sterbend den Namen
noch sprach:
„Freund, so lebe denn wohl. Da uns das Schicksal hier scheidet, Harret dein treuester Freund, der dich stets lieben wird, dort.“
Darum harre ich auch, bis mich ein Engel berufet,
Dann, Freund, freue dich auch, denn uns vereinet die Gruft.
Hier liegen sie im tiefen Schlummer,
Begriffen in der süszen Ruh,
Beklagen sich nicht über Kummer,
Ein jeder schloss die Augen zu.
Auf ihnen herrschet tiefe Nacht,
Alles zerfiel in Moderpracht
Und Ruh‘ allein die tronet hier.
O, war sie auch zur Wohnung mir!
Nimm dieses an, Beschützer unsrer Jugend,
Der du uns führst mit wahrem Vatersinn,
Der du uns leitest auf der Bahn zur Tugend,
Den Weg uns zeigst zum Musentempel hin.
Nimm an der Jugendmuse erste Lieder;
Sie sind zwar nicht wie Äolcharfen Klang:
Doch was vom Herzen kommt, das gehet wieder
Zu Herzen, also ja auch unser Dank.
Wie auch der Feldherrn viel auf Siegesschwingen
Zum Nachruhmstempel steigen, ihrem Ziel,
So tapfer sie auch nach dem Lorbeer ringen:
Sie sind doch immer nur des Zufalls Spiel;
Sie tun doch nie – der Menschheit stolze Würger –
Was du für Andere und uns getan.
Du ziehst dem Staate fromme, weise Bürger,
Drum lass dem Feldherrn seiner Grösze Wahn.
Man mag ihm immerhin ein Denkmal bauen,
Wie es die Zeiten niemals noch gesehn;
Doch wer in unser Inneres kann schauen,
Der sieht ein schöner Denkmal Dir erstehn.
Des stolzen Helden Grabstein wird einst sinken,
Er kann auf Erden ewig nicht bestehn;
Denn wenn des Himmels hehre Mächte winken,
Muss selbst die Erï in Trümmern untergehn.
Dein Denkmal reiszt kein Erdenunfall nieder.
Da liebend wis in unsre Herzen baun,
Rauscht auch im schnellen Flug der Zeit Gefieder,
Wird doch die Nachwelt ewig neu es schaun.
Und wenn einst dein Gebein schon lange modert,
Und all‘ die Saaten, die du hier gesä’t,
Schon Früchte tragen: dann noch immer lodert
Der Dank, ist gleich dein Staub im Sturm verweht.
Doch lange noch auf dieser Erde walle,
Nicht schlafen sollst du in der Erde Schosz
So früh. Und aus des Schicksals Urne falle
Noch lange, lange nicht dein Todeslos.
Der Herr wird auf den Wegen dieses Lebens,
So wie du uns, dir Schützer, Vater sein,
Und unser Leben wollen, wenn vergebens
Wir nicht gefleht, wir deinem Wohle weihn.
Ich fühl’s, ich fühl’s, die Bitte ist erhöret,
Und zitre fürder für dein Leben nicht,
Denn Gott schützt dich, der jedem Unfall wehret
Und der mit uns in seinen Donnern spricht.
„Erhöret“ tönt’s wie Äolsharfenklänge,
Die leisen Lüftchen alle wehen kaum,
„Erhöret“ tönen Cherubinensänge
Durch unsrer Welten ungemessnen Raum.
Und wenn dereinst dich auch die freudenkarge,
Die strenge Zeit aus unsrer Mitte ruft,
Du ruhig schlummerst in dem engen Sarge,
Umschlossen von der friedlich stillen Gruft,
Und deine Asche wirbelt in den Winden,
Entfloh der Geist doch seinem morschen Haus:
Das Erdenwirken nimmer wird verschwinden,
Es dau’rt wie unsre Liebe ewig aus.
Wir werden freudig auf den lichten Höhen
(Zum Geiste flieht dort der verwandte Geist)
Dich, unsern Führer, einmal wiedersehen,
Wenn unsers Lebens dünner Faden reiszt,
Dort wird der Herr dir deine Tat vergelten,
Der alles, was man Kleinen tut, belohnt,
Denn gut, gerecht ist ja der Herr der Welten,
Der über uns in seinen Welten tront.
Mich reizet nicht der goldnen Sonne Pracht,
Mich freuet nur des bleichen Mondes Schimmer,
Mich zieht nur an der Sterne Silberflimmer,
Mich freut’s allein, wenn durch die düstre Nacht
Die Menschen schreckend fern der Donner kracht,
Mich reizt allein des Sturmes Klaggewimmer,
Aus mir allein mir nur ein Himmel lacht,
Und trozend dir, o du furchtbare Macht,
Bin ich meines eignen Gottes Trümmer.
Mich reizt es nicht, wenn auch das Veilchen blüht,
Mich freut es nur, wenn an des Grabes Rande,
Wo Helden ruhn, Opfer dem Vaterlande –
Der letzte Blick der matten Sonne glüht.
Mich zieht nur an ein klagend Schwanenlied,
Wenn ihm entfliehn des frohen Lebens Bande,
Wenn über ihm schon herrscht der goldne Fried‘
Und seines Lebens Rest im Tode flieht,
Wenn er sich neigt zu seines Grabes Rande.
Mich freues nur, wenn bei dem Donnerklange
Die Stürme schrecklich heulen um die Gruft,
Der Rab‘ am Grabe krächzt, der Uhu ruft,
Und Fledermäuse im Gewitterdrange
Zischend mir schwirren um die heisze Wange –
Mich freut es nur, wenn dann in finstrer Kluft
Die Eule heult zum düstern Grabgesange,
O, dann ist mir so wohl und auch so bange –
Dann bringen Grüfte mir selbst Rosenduft.
Nacht wird es, und dunkle Nebel wallen
Über jenes Kirchhofs schauriges Tal,
Dumpf hört man des Uhu Ruf erschallen,
Dumpfer tönet er im Widerhall.
Und in schaurigen Gestalten jagen
Wolken an des Himmels schwarzer Bahn,
Und der Erde bleiche Geister ragen
Starrend bis zu diesen hoch hinan.
Man erblicket durch der Nebel Schleier
Matt erleuchtet, wie im Schwefelglanz,
Droh’nde, todesbleiche Ungeheuer
Sich versammelnd zu dem Schattentanz.
Jetzt erhebet sich mit allen Schauern
Diese droh’nde, bleiche Geisterschar,
Winde heulen, wie das klagend Trauern
Einer Braut an des Geliebten Bahr‘!
Schreckend nahn sie sich im wilden Sturme,
Alles zittert vor der Geister Macht,
Da ertönt die Glock‘ vom nahen Turme,
Und der Zeiger steht auf Mittemacht.
Nun erblickt man durch der Nebel Schleier,
Matt erleuchtet wie vom Schwefelglanz
Diese todesbleichen Ungeheuer
Singend drehn sich in dem Schattentanz.
Schreckend drehn die Schatten sich im Kreise,
Schaurig tönet ihrer Stimme Chor,
Jedes Hörers Blut erstarrt zu Eise,
Jedes Haar sträubt sich am Haupt empor.
Bis vom nahen Turm die erste Stunde
Dumpfen Schlages durch die Gegend schallt,
Da tönt s „Hinweg“ aus ihrem bleichen Munde
Und dumpf es in der Ferne widerhallt.
in der Charwoche.
Was schweigen alle Töne der Glocken, die
Der hohen Tage Feier verkündigen?
Was trauern sie? Kann auch die Trauer
Eiserne Zungen der Glocken binden?
Sie trauern; – denn des Ewigen einz’ger Sohn
Schläft nun im Grabe – welchen auf Golgata
Der Juden Schar am Kreuz getötet,
Welcher für menschliches Wohl gelitten.
Er schläft im Grabe, welcher die Menschen schuf,
Und den die Menschen töteten, welcher an
Dem dritten Tage von den Toten
Wieder erstehen wird, schläft im Grabe.
Er schläft im Grabe, welcher am jüngsten Tag
In jenem strengen, schrecklichen Weltgericht
Die Menschen alle vor des Richters
Stuhle versammeln wird, schläft im Grabe.
Drum schweigen alle Töne der Glocken, die
Der hohen Tage Feier verkündigen.
Drum trauern sie; drum kann auch Trauer
Eiserne Zungen der Glocken binden.
Die kühle Nacht hat ihr sternenlos Fešand
Über dunkle Wälder ausgebreitet;
Kalt strich der Wind durch die Wälder,
Und der Herbstnacht stille Tränen
Starrten in den Eichenblättern.
Verborgen lag das Wild in seinen Höhlen,
Im warmen Neste schlief der Vogel;
Nur ein Paar vom Raubgeschlechte
Wacht im Schatten dunkler Tannen,
Rings nach neuer Beute spähend.
Am Waldesrande, unter Felsen
Stand ein Paar böser Gesellen:
Ein kühner Jüngling und ein grauer Alter.
„Was blinkt so weisz,“ spricht der Jüngling,
„Was blinkt so weisz durch denWaldweg wom Berge?
Vielleicht irrt Luna durch die dunklen Tannenwipfel,
Oder wacht so früh der Schwan,
Oder kömmt aus fernem Vaterlande
Dich der Freund hier zu besuchen,
Vielleicht gar dein Liebchen selbst.“
Kalt durchschauert es den Jüngling
Und er spricht die stillen Worte:
„Es ist wohl nur neuer Schnee,
Längst ist blass schon Lima untergangen,
Heimwärts sind die Schwäne schon gezogen,
Den Freund, die Heimat kenn ich nicht
Und mein Liebchen ist nicht mehr.
Meine Heimat ist der dunkle Wald,
Mein Freund ist mir das Schwert von Stahl,
Und mein Liebchen ist die finstre Nacht.“
Heilger Friede herrscht im ganzen Tale
Und der Morgen scheinet nicht mehr fern.
Nieder am versunknen Heldenmale
Kniet der Sänger, blicket auf zum Stern.
Wie die Tön‘ aus Äolsharfen gleiten,
So, wie tönt der Cherubins-Gesang:
Spielt der Wind in seinen Silbersaiten,
Lockend aus der Harfe süszen Klang.
Und am Himmelsdom mit hellem Scheine
Hängt der Mond, die Sterne helle glühn;
Bleiche Schatten wanken im dem Haine
Und die Wolken schnell nach Westen ziehn.
Leise rauscht der Eiche hohe Krone,
Die an dem versunknen Denkmal steht,
In dem Wind, der an dem Sternentrone
Schnell die Wolken dort vorüberweht.
Und der Sänger redet im Gebete:
„Mächt’ger Herr, Du König jeder Zeit,
Der die Sterne an die Himmel sä’te,
Der dem Mond sein glänzend Licht verleiht,
Und der oben tront im Sternenreiche,
Und den Alles preist, was sich nur regt,
Sei mir huldreich, gnädig und verscheuche
Jenen Nebel, der die Zukunft deckt.“
„Lasse, Herr, mir einen Wink nur geben,
Ob wir nach dem Tode ewig fort
Dort in jenen Sternenreichen leben?
Ob ich einmal alle finde dort,
Die ich lange hier auf dieser Erde,
Lange schon mit bitterm Schmerz verlor?
Ob ich mich mit ihnen freuen werde,
Wo dich lobt der heil’gen Engel Chor?“
„Wenn ich werde, so lass, die dort funkeln,
Alle Sterne kehren sich in Nacht,
Lass des Mondes Scheibe sich verdunkeln,
Die vom klaren Himmel niederlacht,
Und ich will Dich immer dankbar preisen.“
Doch es bleibet Alles, wie es war,
Sterne ziehn in den gewohnten Kreisen,
Und der Mond, er glänzet noch so klar.
Auf das Aug‘ des Sängers sinkt ein Schlummer
Sanft hernieder aus den lichten Höhn,
Er vergesset allen seinen Kummer,
Sieht im Traum den Himmel offen stehn,
Und ein Engel steigt von Gottes Trone
Nieder bis an unsrer Erde Rand,
Auf dem Haupte eine Sternenkrone,
Eine Palme haltend in der Hand.
Und sich zu dem Sänger niederbeugend,
Der sanft lächelt aus dem süszen Traum,
Und mit hoch erhobnem Finger zeigend
Zu der Himmel ungemessnem Raum;
Dann das Antlitz auf zum Tron gewendet
Sanften Wortes er zum Sänger spricht:
„Hat schon dessen Güte je geendet,
Schützet dich jetzt seine Allmacht nicht?“
„Warum zweifelst du, ein Wurm im Staube,
An des Herren unbegränzter Macht,
Lehret dich zu hoffen nicht sein Glaube,
Nicht, dass er nur für dein Bestes wacht?
Nie lass das Veriraun zu ihm dir rauben,
Du beleidigst ihn mit Zweifeln sehr,
Darum geh‘ und lerne besser glauben,
Zweifle an dem Herren niemals mehr.“
Und der Sänger nun getrost erwachet
Mild beleuchtet von der Sonne Schein,
Die ersteh’nd auf ihn hernieder lachet,
Vögel singen durch den Eichenhain;
Und die Harfe nimmt vom Zweig er nieder,
Gehet in die weite Welt hinaus,
Zweifelt niemals, fraget nimmer wieder,